Investieren versus Spekulieren

Die Schöne und das Biest?

Egal, ob Du erst seit Kurzem an der Börse aktiv bist oder schon jahrelange Erfahrung hast – die Begriffe „Investieren“ und „Spekulieren“ sind Dir sicher immer wieder begegnet. Doch weißt Du wirklich, was sie bedeuten? Börsenhändlern sind diese Begriffe in der Regel durchaus geläufig und ihnen ist bewusst, ob sie sich mit ihrem Handeln in der Dimension des Investierens oder des Spekulierens bewegen – zumindest sollte es ihnen das sein. Und somit war ich auch davon keine Ausnahme. Als ich mir selbst die Frage stellte, was Investieren und was Spekulieren ist, fiel es mir nicht außergewöhnlich schwer, sie zu beantworten. Bis ich auf eine weitere Frage stieß, die ich auch Dir gerne stellen möchte:

„Was klingt für Dich positiver?

  • Ich investiere an der Börse.
  • Ich spekuliere an der Börse.“

Wenn es Dir geht wie mir, kommst Du nicht um das Gefühl herum, dass Investieren positivere Assoziationen hervorruft als Spekulieren.

Aber warum ist das so?

Ich für meinen Teil betreibe selbst beides an der Börse, beides fasziniert mich und beides hat mir mehr Geld gebracht, als ich reingesteckt habe. In das Spekulieren stecke ich darüber weitaus mehr Zeit als in das Investieren. Wenn überhaupt, sollte ich doch eine positivere Sicht auf das Spekulieren haben, oder nicht?

Ich möchte Dich gerne mitnehmen auf eine Reise, bei der wir herausfinden, weshalb Spekulation negativer behaftet ist als Investieren. Die ganz plumpe Antwort auf diese Frage wäre „unsere soziale Gesellschaft“. Gesellschaft beeinflusst unsere Sprache und umgekehrt beeinflusst unsere Sprache wieder unsere Gesellschaft – ein ewiger Kreislauf.

Doch lass uns das Thema etwas differenzierter angehen. Ich bin mir sicher, was Du in diesem Artikel lernen wirst, wird Deine Sichtweise auf Investieren versus Spekulieren nachhaltig ändern. Also, lass uns loslegen!

01. Wird Investieren und Spekulieren missverstanden?

Bevor wir uns aber auf die Suche nach Antworten begeben, lass uns doch erstmal klären, was unsere Gesellschaft aktuell unter diesen beiden Begriffen überhaupt versteht. Es wird mal wieder Zeit für den guten alten Duden. Investieren, das kennt man doch noch irgendwo. Der Duden definiert das Wort unter anderem als „auf etwas [in reichem Maße] verwenden“. Also beispielsweise in etwas seine ganze Kraft oder Zeit zu stecken. Oder auch in eine Beziehung viel zu investieren.

Wie man es dreht und wendet, bei diesem Wort schwingt etwas Nobles und Bewundernswertes mit. Synonym dazu kommen einem Begriffe wie „einsetzen“, „mobilisieren“ oder „verfügbar machen“ in den Kopf. Verwirrender wird es beim Thema Spekulieren. Ich frage erneut den Duden und merke, dass das Bedeutungsspektrum größer ist: Einerseits heißt es beim Spekulieren „mutmaße“ man, andererseits würde man aber auch „auf etwas rechnen“. Mutmaßen und auf etwas rechnen soll also beides Spekulieren verkörpern?

Wenn Du mich fragst, passt das nicht zusammen. „Mutmaßen“ ist etwas Beliebiges und Unkonkretes – „auf etwas rechnen“ hat einen kalkulierenden, überlegten Charakter. Keine Angst, Dich erwartet hier keine Stunde Deutschunterricht. Mit dieser kurzen Verdeutlichung möchte ich Dir nur verdeutlichen, dass Spekulieren negativer konnotiert ist als Investieren und dass darüber hinaus, Spekulieren in seiner Bedeutung etwas zu verschwimmen scheint.

02. Aufräumen mit Vorurteilen zum Thema „Spekulieren“

Und somit ist es auch kein Wunder, dass das Thema „Spekulieren“ medial nicht gerade ruhmreich behaftet ist. Während Investoren als besonnene Langfrist-Denker gelten, die Unternehmen mit Kapital unterstützen, haftet Spekulanten das Image von unmoralischen Zockern an, die ihr Geld auf der Suche nach dem schnellen Reichtum an der Börse verspielen und damit die Preise wie wild negativ beeinflussen.

2.1 Die zutreffendere Definition von „Spekulieren“

Doch ist das schon immer so gewesen? Keinesfalls! Tatsächlich geht der Ursprung des Begriffs auf das lateinische „speculatio“ zurück, was von „speculari“ (deutsch: auskundschaften, beobachten) kommt. In der ursprünglichen Bedeutung hatte „spekulieren“ also nichts mit blindem Raten oder Zocken zu tun, sondern vielmehr mit einer überlegten, vorausschauenden Beobachtung und Analyse – genau das, was gutes Trading eigentlich auch ausmacht. In der Antike wurde speculatio oft im militärischen oder philosophischen Kontext genutzt, also für strategisches Auskundschaften oder tiefgehende gedankliche Reflexion. Es hatte also eine sehr rationale, fast wissenschaftliche Komponente.

Erst im Laufe der Zeit wurde der Begriff in der Finanzwelt mit dem Risikoaspekt betont, weshalb er heute oft als das Gegenteil von „sichere Investition“ gesehen wird. Eigentlich wäre es also treffender, Spekulation als „analytisches Abwägen möglicher zukünftiger Entwicklungen“ zu definieren – was ja gerade im Trading essenziell ist.

 

2.2 Gibt es Negativbeispiele für Spekulation?

Fairerweise ist es nachvollziehbar, dass das Spekulieren in seinem Ruf in den letzten Jahrzenten und Jahrhunderten gelitten hat. So gibt es durchaus Beispiele dafür, dass Spekulationen Finanzmärkte unter Druck gebracht haben. Prominentestes Beispiel ist da sicherlich die Weltwirtschaftskrise 1929.

Stark vereinfacht nahm diese weltbekannte Krise ihren Ursprung darin, dass Anleger massiv an der Börse spekulierten – oft mit geliehenem Kapital, um so viel wie möglich vom damaligen US-Wirtschaftsboom zu profitieren, welcher der „Great Depression“ voranging.

Die Folge? Die Preise der gehandelten Vermögenswerte stiegen schneller und stärker, als es durch ihre tatsächlichen wirtschaftlichen Ergebnisse gerechtfertigt gewesen wäre. In der Makroökonomie spricht dabei vom Entstehen einer „Spekulationsblase“.

Viele Anleger waren überzeugt, dass der Markt „nur noch nach oben“ gehen könne. Zwischen 1921 und 1929 stieg der Dow Jones Industrial Average um sage und schreibe 400 Prozent! Diese Blase wuchs allerdings nur so lange, bis irgendwann die US-Wirtschaft zu schwächeln begann. Was folgte, war ein gegenteiliger Domino-Effekt bei dem Anleger mit zunehmender Intensität und Panik ihre Anteile abstießen – mit katastrophalen Folgen.

 

Negativ beispiele für Spekulation 

1. Der Börsensturz 

Innerhalb weniger Wochen verlor die Börse fast 90 Prozent ihres Wertes. Das Vermögen zahlloser Investoren wurde vernichtet, Unternehmen brachen zusammen, und das weltweite Finanzsystem geriet ins Wanken.

 

2. Bankenkrise 

Zwischen 1929 und 1933 gingen in den USA etwa 9000 Banken, mehr als ein Drittel aller US-amerikanischen Banken, bankrott. Das lag unter anderem daran, dass viele Kunden ihr Geld panisch abhoben und in den 1920er-Jahren gegebene Bankenkredite nicht mehr zurückgezahlt werden konnten.

 

3. Wirtschaftskollaps 

Kredite wurden knapp, Investitionen gingen zurück und Unternehmen mussten schließen – Die Arbeitslosenquote stieg in den USA von 3 Prozent (1929) auf über 25 Prozent (1933).

 

2.3 Spekulieren also doch schlecht?

Puh, das muss man erstmal verarbeiten! Die Frage ist allerdings, sollten wir auf Basis dieses historischen Ereignisses jetzt die Finger stillhalten und das Spekulieren verteufeln? Wenn Du mich fragst, keinesfalls! Spekulation an sich ist per se nämlich nichts Verwerfliches. Gefährlich sind Spekulationsblasen.

Die Hintergründe hinter Finanzkrisen dieser Art sind in der Regel aber viel komplexer. Exzessive Spekulation verstärkte den Boom zwar und trug dazu bei, dass der Crash so heftig ausfiel, allerdings waren auch eine restriktive Geldpolitik der Zentralbank der Vereinigten Staaten und strukturelle Probleme der Wirtschaft wesentliche Faktoren für die Tiefe der Krise. Treiber für die Weltwirtschaftskrise war darüber hinaus weniger das Spekulieren als involvierte Emotionen.

Emotionen als Treiber von Krisen 

1. Gier 

Gier nach Profiten, indem geliehenes Geld mit blindem Vertrauen in die Wirtschaft gesteckt wurde.

2. Panik 

Panik, in dem Moment, als sich Anleger ihrer Übermütigkeit bewusst wurden und versuchten, zu „retten, was geht“.

 

 Schutzmaßnahmen nach der Krise: 

1. Einlagensicherung: 

Es entstand ein Gläubigerschutz durch Einlagensicherung, sodass Bankvermögen bis zu einer bestimmten Summe gesetzlich abgesichert ist.

 

2. Kapitalpuffer für Banken 

Es wurden strengere Kapitalanforderungen für Banken eingeführt, die sie zu höheren Puffern verpflichten und so das Finanzsystem stabilisieren.

 

3. Circuit Breakers

Circuit Breakers sind automatische Handelsunterbrechungen an den Märkten, die unkontrollierte Marktpaniken eindämmen sollen.

 

2.4 Spekulation stabilisiert die Märkte

Tatsächlich ist Spekulieren sogar zwingend notwendig für stabile Preise. Ich sag‘s nochmal: Ohne Spekulation keine stabilen Preise. Wenn Du Dich jetzt fragst, wie das mit dem zusammengeht, was Du bisher in diesem Artikel erfahren hast, kann ich diese Verwunderung absolut nachvollziehen. Lass es mich so erklären: Stell Dir vor, Du gehst an einen Dorfmarktplatz und möchtest Eier kaufen. Leider ist der Markt nicht sonderlich groß und lediglich drei Händler bieten Eier an. Darüber hinaus bieten sie die Eier zu unterschiedlichen Preisen an, obwohl die Ware an sich identisch ist:

    • Händler 1 verlangt für einen Karton Eier 3 Euro
    • Händler 2 verlangt für einen Karton Eier 5 Euro.
    • Händler 3 verlangt für einen Karton Eier 7 Euro.

    Selbstverständlich wird ein rationaler Käufer zuerst bei Händler 1 kaufen. Sobald das Angebot bei Händler 1 ausgeschöpft ist, wird er zu Händler 2 gehen. Wenn schließlich Käufer bei Händler 3 angelangen, zahlen sie bereits mehr als das Doppelte, als was sie bei Händler 1 gezahlt hätten. Auf dem Marktplatz mag uns das noch wenig belasten, entweder wir lehnen das Angebot ab oder lieben unsere Frühstückseier so sehr, dass wir den Aufpreis in Kauf nehmen.

    Aber wie sieht das aus, sobald wir von Rohstoffen sprechen, auf die wir (mehr oder weniger) angewiesen sind? Gas, Öl oder Weizen, um nur einige wenige zu nennen.

    Wenn wir an die Tankstellen kämen und der Preis für einen Liter Diesel wäre je nach Angebot mal 1,50 Euro, am nächsten Tag 4 Euro und am nächsten Tag 8 Euro – das hört sich doch gleich um einiges dramatischer an.

    Glücklicherweise ist dies in der Praxis nicht der Fall. Spekulanten haben alle ihre eigenen, unterschiedlichen Motive, warum sie zu einem beliebigen Preis kaufen oder verkaufen, eines haben sie aber gemeinsam: Sie versorgen die Märkte mit Geld, wodurch diese liquide und preisstabil gehalten werden.  In unserem vereinfachten Eier-Fall würde dies folgendes bedeuten: Es gibt mehr Verkaufs-Angebote. Einerseits mehr Verkäufer, die Eier-Kartons für 3 Euro anbieten, weil sie ihre Ware möglichst schnell loswerden wollen, wodurch mehr Käufer von niedrigeren Preisen profitieren.

    Andererseits gibt es dadurch aber auch mehr Verkäufer, die beispielsweise erst für 3,50 Euro, 3,75 Euro oder 4 Euro bereit sind, ihre Ware anzubieten, damit aber auch riskieren, dass sie ihre Ware möglicherweise nicht verkauft kriegen. Der Vorteil? Es gibt mehr Verkäufer auf unterschiedlichen Preisniveaus, wodurch große Preissprünge minimiert werden können und der Preis resistenter gegenüber großen Kauforders wird.

    03. Ist Spekulation Glücksspiel?

    Nun gut – jetzt haben wir den moralischen Aspekt geklärt. Vielleicht beschäftigt Dich aber auch weniger der moralische Aspekt des Spekulierens und Du fragst Dich, kann das überhaupt funktionieren? Oder läuft spekulatives Trading am Ende doch auf Glücksspiel hinaus? Lass uns untersuchen, was die Finanzökonomik dazu sagt.

     

    3.1 Spekulatives Trading versus Markteffizienzhypothese

    Vielleicht hast Du schon einmal von der Markteffizienzhypothese (engl: Efficient Market Hypothesis) gehört. Sie wurde in den 1970er Jahren in’s Leben gerufen und gilt seither als eine der zentralen Theorien der Finanzökonomik. Noch heute werden haufenweise wissenschaftliche Untersuchungen zu ihr angefertigt, welche die Anwendbarkeit dieser These unterstützen, während andere ihr ihre Korrektheit absprechen.

    In ihrer Essenz postuliert diese These, dass es nicht möglich sein kann, den „Markt zu schlagen“, da alle marktrelevanten und verfügbaren Informationen bereits im Preis des Marktes reflektiert werden. „Den Markt zu schlagen“ bedeutet dabei, eine Überrendite gegenüber einem relevanten Vergleichsindex zu erzielen.

    Wenn Du also an der Börse spekulativ S&P 500-Aktien kaufst und verkaufst, sollte es in der Praxis nicht möglich sein, den S&P 500 zu schlagen. Eine Überrendite könntest Du laut dieser These also nur auf eine Art erreichen: mit Glück! Mit anderen Worten, Du schlägst die statistischen Wahrscheinlichkeiten.

    So könntest Du etwa auf einige glückliche Pferde setzen, wodurch Du besser abschneidest als der S&P 500. Kurzfristig mit einer Handvoll Trades mag das noch möglich sein, langfristig schiebt uns da aber die Mathematik einen Riegel vor, da sich Wahrscheinlichkeiten „langfristig stabilisieren“. (Wie wir uns diesen statistischen Zusammenhang im Trading zunutze machen können, erfährst Du in Kapitel 1 dieses Artikels)

    Wenn Du also statistisch gegenüber dem S&P 500 keinen Vorteil hättest, dann würde sich auch Deine Rendite nachhaltig nicht über der des S&P 500 halten können. Wir schlussfolgern also, die Markteffizienzhypothese sagt „Erfolgreich die Benchmark übertreffen? Nicht möglich.“

    Die Mathematik setzt noch einen drauf und sagt „Erfolgreich die Benchmark durch Glück übertreffen? Nicht möglich.“ Sich gegen die Mathematik zu stellen, wäre naiv. Da wir aber sowieso nicht auf Glück vertrauen wollen, muss die Markteffizienzhypothese fehlerbehaftet sein, wenn systematisches Spekulieren funktionieren soll.

     

    3.2 Die Systematik macht den Unterschied

    Dafür, dass systematisches spekulatives Trading tatsächlich funktioniert, gibt es viele Belege. Von größter Bedeutung ist dabei die Betonung auf „systematisch“. Wenn wir beginnen, willkürlich und nach Bauchgefühl oder durch reine Beobachtung der Märkte Trades zu eröffnen, so führt das in aller Regel sehr schnell zur Vernichtung unseres Kapitals.

    Es ist von absolut essenzieller Wichtigkeit, dass wir jeden unserer Trades nach einem vorher festlegten System durchführen, von welchem wir idealerweise nicht abrücken. Der Vorteil liegt einfach darin, dass die Ergebnisse, welche wir durch unsere Trades auf diese Weise erhalten, replizierbar werden. Hierdurch können wir die Ergebnisse in zwei Phasen auf ihre Robustheit prüfen.

     StrategieTests im Trading: 

      1. Back-Testing:

      Über eine solide Testgröße prüfen wir mithilfe historischer Kursdaten, ob Trades nach dem definierten System zufällige Gewinner waren, oder ob es sich um einen nachhaltig profitablen Ansatz handelt.

      2. Forward-Testing:

      Indem wir die Trades live in einer Demokonto-Umgebung umsetzen, prüfen wir, ob Trades nach dem definierten System auch zum aktuellen Zeitpunkt noch profitabel sind, denn: Marktphasen können sich mit der Zeit ändern, wodurch wir unsere Systeme anpassen müssen

      3.3 Funktioniert systematisches spekulatives Trading?

      Nun aber zurück zu unseren Belegen. Dafür dass diese spekulative Herangehensweise an’s Trading funktioniert, liefert selbst die Wissenschaft Beweise, was die Wirksamkeit der Markteffizienzhypothese in ihre Schranken weist. Ein sehr prominentes Beispiel ist eine riesige Meta-Analyse von Park und Irwin (2007), welche ermittelte, dass von 95 damals modernen Studien 56 positive Resultate bei Handelsstrategien vorweisen konnten, die auf technischer Analyse basierten.

      Auch neuere Studien wie beispielsweise von Azevedo et al (2023) fanden heraus, dass spekulatives Trading überdurchschnittliche Renditen ermöglichen kann. Sie fanden heraus, dass datengetriebene, Machine-Learning-gestützte Handelsstrategien eine durchschnittliche Rendite von 2,71 Prozent pro Monat brachten. Gleichzeitig muss gesagt werden, dass sich derartige Studien häufig mit Handelsansätzen beschäftigen, die für uns entweder nicht praktikabel sind, weil wir dazu beispielsweise spezialisierte Handelsalgorithmen benötigen würden oder die schlicht und einfach zu eindimensional sind.

      Erfolgreiche Trader müssen deshalb heutzutage einen Schritt weitergehen, um funktionierende Handelsansätze zu entwerfen, die ein wenig komplexer sind als: „Wenn sich zwei Linien im Chart kreuzen, gehen wir Long!“ Zugegeben das ist nicht ganz einfach – wäre es das, dann wäre aber doch jeder erfolgreicher Börsenhändler, oder?

      Einige seriöse Betreiber von Börsenausbildungen stellen daher regelmäßig ihre Performance online, um zu zeigen, dass ihre Strategien Hand um Fuß haben. Selbstverständlich gibt es auch seriöse Betreiber, welche sich aus unterschiedlichen Gründen dagegen entscheiden.

      So könnten Trader möglicherweise befürchten, dass ihre Strategien aus den Trades abgeleitet werden können, er möchte einfach keinen zusätzlichen Aufwand betreiben oder möchte keine unrealistischen Erwartungen wecken, da Trading meist mit einer beachtlichen Lernkurve einhergeht.

      Wir für unseren Teil haben uns zuletzt doch wieder dazu entschieden, Olivers Performance hinsichtlich unserer verschiedenen Handelsdisziplinen online zu stellen. Wenn Du Dich dafür interessierst, besuche gerne diese Seite um alles kurz und bündig einzusehen oder klick hier, um Oliver dabei zuzuschauen, wie er die Performance des letzten Handelsmonats (Januar 2025) auf YouTube vorstellt. Die Performance für Februar 2025 kannst Du wenige Tage nach Veröffentlichung dieses Artikels einsehen.

        04. Fazit: Ist Spekulation wirklich das Biest?

        Warum Trading kein Glückspiel ist

        Die Antwort lautet: Nein – aber nur, wenn sie richtig betrieben wird. Spekulieren ist nicht gleichzusetzen mit blindem Zocken. Ursprünglich bedeutete der Begriff speculatio eine analytische, vorausschauende Beobachtung – genau das, was strategisches Trading ausmacht.

        Ich hoffe, ich konnte Dir zeigen, dass das Spekulieren definitiv zu Unrecht gerne mal als das „Biest“ dargestellt wird. Einerseits profitieren moderne Finanzmärkte enorm durch hohe Liquidität und stabile Preise.

        Andererseits hat Spekulieren nichts mit reinem Glücksspiel gemein. Entscheidend ist, systematisch und fundiert vorzugehen, statt blind dem Bauchgefühl zu folgen. Wer Spekulation als analytische Disziplin begreift und diszipliniert handelt, wird langfristig profitieren.

        💡 Investieren und Spekulieren sind keine Gegensätze, sondern zwei verschiedene Disziplinen der Finanzwelt. Während Investieren langfristig Wert schafft, sorgt Spekulation für Marktliquidität und faire Preise. Die wahre Gefahr liegt nicht in der Spekulation selbst, sondern in emotionalem und unkontrolliertem Handeln.

        Am Ende entscheidest Du, ob Du spekulierst wie ein Casino-Spieler oder wie ein Stratege.
        Welche Rolle nimmst Du an der Börse ein?  Dazu ein letzter Gedanke:

          Investieren oder Spekulieren

          – wo siehst Du Dich?

          Bist Du eher der Investor oder der Spekulant? Egal, ob Du langfristig investieren oder aktiv an der Börse spekulieren möchtest – am Ende geht es immer darum, fundierte Entscheidungen zu treffen. Ohne das richtige Wissen bleibt Investieren oft reines Hoffen, und Spekulieren wird schnell zum Glücksspiel. Doch das muss nicht sein.

          In unseren Ausbildungen und Kursen bekommst Du das nötige Handwerkszeug, um die Märkte zu verstehen und eigenständig Strategien zu entwickeln – sei es für den langfristigen Vermögensaufbau mit Aktien und ETFs oder für das aktive Trading mit Swingtrading, Daytrading oder Optionen.

          Wenn Du lernen möchtest, wie Du Dein Geld an der Börse sinnvoll einsetzt, findest Du hier alle Informationen zu unseren Programmen:

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